Kreis Segeberg. – Lediglich einen Betriebskindergarten gibt es außerhalb Norderstedts im Kreis Segeberg – das geht aus der Antwort des Landrates auf eine Anfrage der FDP-Kreistagsfraktion hervor.

Das liegt nach Auffassung der Kreisverwaltung auch an den Schwierigkeiten der Kindertagesstättenfinanzierung, da die Wohnortgemeinden den Standortgemeinden einen Kostenausgleich für die Finanzierung der Kindertagesstättenplätze zahlen müssen. Deshalb schränken viele Gemeinden das Wahlrecht der Eltern hinsichtlich der Kita-Plätze ein.

Miriam Raad , Kreistagsabgeordnete der FDP im Segeberger Kreistag, setzt deshalb auf die Neuregelungen der KiTa-Finanzierung durch den Gesetzentwurf von Sozialminister Dr. Heiner Garg (FDP). „Dadurch, dass sich die Kostenberechnung aller KiTas nach den Kosten einer Muster-Kita mit einheitlichen Standards richtet, gleicht sich die Finanzierung für alle Gemeinden an,“ erklärte Miriam Raad, „das neue Gesetz sieht deshalb auch das Wunsch- und Wahlrecht der Erziehungsberechtigten vor.“ Die Liberale betonte, das Wahlrecht erstrecke sich auch auf fachliche und didaktische Besonderheiten.
Gleichzeitig werden auch die Elternbeiträge gedeckelt und die Qualitätsstandards erhöht. Ein Ganztagsplatz in einer Kita wird im ganzen Land nirgendwo mehr als 238 € kosten.

Klaus-Peter Schroeder, Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag und langjähriger Jugendhilfepolitiker, ist zuversichtlich, dass das Gesetz, mit dem das Land in den nächsten Jahren etwa eine Milliarde Euro für die Kindertagesstätten ausgeben wird, planmäßig verabschiedet wird und zum Kindergartenjahr 2020 in Kraft tritt.
Der Segeberger Kreistag hat nach Mitteilung der Liberalen in seiner letzten Sitzung zusätzlich anderthalb Millionen Euro für Neubauinvestitionen bereitgestellt.