Auf Initiative der FDP hat sich der Ausschuß für Wirtschaft und Regionalentwicklung des Kreistages mit den Baustellen auf den Strassen im Kreis und deren Koordination beschäftigt. Dazu war in der Ausschußsitzung am 15.5.2017 Torsten Conradt, Leiter des Landesbetriebes Strassenbau und Verkehr Schleswig-Holstein, zu einem Vortrag eingeladen.

„Das Ergebnis ist ernüchternd,“ so stellt FDP-Ausschußmitglied Stephan Holowaty fest: „Die Belange der Bürger, der Anwohner und Verkehrsteilnehmer scheinen bei der Baustellenplanung schlicht und ergreifend keine Rolle zu spielen. Unnötige Behinderungen werden als „systembedingt“ offenbar in Kauf genommen.“

Insbesondere im Projektmanagement scheint es große Probleme zu geben, die zu Lasten der Bürger gelöst werden. „Es kann doch nicht sein,“ so Stephan Holowaty, „dass eine Erneuerung einer Landstrasse auf drei Kilometern länger als ein Jahr dauert – so wie derzeit zwischen Nahe und Wakendorf II“.

Grundsätzliche Fehler im System

Die Erläuterungen von Torsten Conradt zu den Ursachen waren für die FDP einleuchtend – „denn damit ist für uns sehr klar geworden, wo grundsätzliche Fehler im System liegen. Von der ‚Notwendigkeit der Dinge‘ sind wir keineswegs überzeugt.“

Holowaty wird denn auch das weitergehende Gesprächsangebot von Torsten Conradt gerne annehmen und als neu gewählter Landtagsabgeordneter das Thema weiter verfolgen. „Die Bürger und Bürgerinnen sind genervt und wütend und verlieren viel Zeit durch unnötige Baustellen-Einschränkungen, sinnlose Baustellen-Ampeln und überflüssige Umleitungen. Da muss sich etwas ändern.“