Die FDP im Kreis Segeberg hat auf ihrem Kreisparteitag am 7. November 2015 in Bad Bramstedt turnusgemäß einen neuen Kreisvorstand gewählt. Mit über 87% der Stimmen der knapp 40 anwesenden Parteimitglieder wurde Stephan Holowaty (52) aus Henstedt-Ulzburg als Kreisvorsitzender wiedergewählt.

Als Stellvertreter wurden Rosemarie Jahn (72) aus Bimöhlen und Klaus-Peter Eberhard (53) aus Henstedt-Ulzburg ebenfalls wiedergewählt.

Klaus-Peter Schroeder (59) aus Norderstedt wurde nach über 30 Jahren ehrenamtlichen Engagements im Kreisvorstand mit riesigem Applaus von den Mitgliedern verabschiedet. „Keine Sorge,“ so Schroeder, „ich bleibe Ihnen erhalten!“ Schroeder wird auch weiterhin als FDP-Fraktionsvorsitzender in Norderstedt sowie als Mitglied der Kreistagsfraktion aktiv sein.

Als Nachfolger von Klaus-Peter Schroeder wurde der Verkehrsfachwirt Oliver Weber (35) aus Norderstedt zum dritten stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt.

Zwei weitere Norderstedter komplettieren den geschäftsführenden Vorstand: Heino Dittmayer (65) als Schatzmeister und Miriam Raad (25) als Schriftführerin.

Als Beisitzer wurden in den liberalen Kreisvorstand gewählt: Patrick Willems (38) aus Seedorf, Julia Weber (30) aus Henstedt-Ulzburg, Stephan Billep-Türke (32) aus Kisdorf, Jan Heesch (47) aus Oersdorf, Gerhard Sagemüller (70) aus Kaltenkirchen und Inken-Maria Werthmann-Wieries (69) aus Ellerau.

Die Jungen Liberalen vertritt im neuen Kreisvorstand Paul Knappe (19) aus Bad Bramstedt, als Europabeauftragte wurde Marina Weber (50) aus Boostedt gewählt.

„Damit, “ so freut sich der alte und neue Kreisvorsitzende, „ist der Kreisvorstand der FDP deutlich jünger geworden – eine klasse Mischung aus Erfahrung und Jugend.“

Inhaltlich dreht sich auch bei der Kreis-FDP alles um das Thema „Flüchtlinge“. Sowohl Bad Bramstedt’s Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach als auch Dr. Heiner Garg, der Landesvorsitzende der FDP Schleswig-Holstein, wiesen in ihren Grußworten auf die dramatischen Folgen der derzeitigen Situation für die Städte und Gemeinden hin.

„Die wahren Heldinnen und Helden in diesen Tagen sind die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die mit unglaublichem Engagement, den Flüchtlingen den Start in einem vollkommen fremden Land ein wenig einfacher machen“, so Dr. Garg.

Im Kreis Segeberg wollen sich die Liberalen dafür einsetzen, dass die Kreisumlage nicht wieder erhöht wird. „Der Kreis leistet sehr viel Arbeit in dieser Flüchtlingskrise, aber es kann nicht sein, dass den Gemeinden die ebenfalls dafür dringend notwendigen Gelder entzogen werden und der Kreis seine Aufgaben auf Kosten der Gemeinden finanziert“, so Stephan Holowaty. Stattdessen dürfe vor allem die Landesregierung die vom Bund für Flüchtlingsbetreuung der Kommunen bereitgestellten Gelder nicht einbehalten, sondern endlich vollständig an Kreise und Gemeinden weitergeben.

Ein entsprechender Antrag der FDP Kaltenkirchen fand eine nahezu einstimmige Zustimmung.

„Darüber hinaus dürfen aber weitere urliberale Themen nicht in Vergessenheit geraten“, so mahnte Stephan Holowaty. „Weltbeste Bildung und persönlich Freiheit sind nach wie vor die Grundlage dafür, dass unser Land so erfolgreich bleibt.“

Der neue FDP-Kreisvorstand freut sich auf 2 weitere Jahre engagierter Arbeit – „gerade in der heutigen Situation werden liberale Grundwerte dringend gebraucht, auch in Hinblick auf die kommenden Landtags- und Bundestagswahlen.“ Vor allem brauche Deutschland endlich ein modernes und an klaren Kriterien ausgerichtetes Einwanderungsgesetz – „wir verstehen die Sorgen der Menschen in unserem Land, Hilfe für Kriegsflüchtlinge und dauerhafte Einwanderung sind zwei verschiedene Dinge“. Integration sei dennoch ein „Muss“ – denn auch wer nach Ende des Krieges wieder in seine Heimat zurückkehre, werde durch ein Verständnis von Werten wie Gleichberechtigung, Toleranz, Weltoffenheit und Bildung viel zu einem friedlichen Neuaufbau beitragen können.