Kreis Segeberg.-: Für zusätzliche Deutschkurse, die es den Flüchtlingen ermöglichen, sich in einfachen routinemäßigen Situationen wie zum Beispiel beim Einkaufen und dem Erkunden der näheren Umgebung, letztlich aber auch beim Arbeiten zu verständigen, setzt sich der FDP-Kreisverband Segeberg ein. Die Volkshochschulen sollen zusätzliche 56.000 Euro für die Schulung von 140 Flüchtlingen erhalten.

Die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende Rosemarie Jahn ( Bimöhlen) berichtete als Vorsitzende des für Flüchtlingsfragen zuständigen OVG-Ausschusses des Kreistag über die neusten Prognosen der Verwaltung zu den erwarteten Flüchtlingszahlen. Sie betonte , dass die Bleiberechtsänderungen der Landesregierung nur Sinn machten, wenn den Flüchtlingen die notwendigen Deutschkenntnisse vermittelt werden würden.

Der Kreis Segeberg hatte bereits 60.000 Euro für eine Erstausbildung von 280 Flüchtlingen bereitgestellt, da es keine Landesmittel gab. Die weiteren 56.000 Euro möchten die Volkshochschulen für die Weiterqualifizierung verwenden, die auch im beruflichen Umfeld notwendig ist.

„ Ein Bleiberecht während der Ausbildung macht nur Sinn, wenn die Deutschkenntnisse für eine Ausbildung vorhanden sind!“ betonte Klaus-Peter Schroeder (Norderstedt), der als stellvertretender FDP- Kreisvorsitzender die Sitzung der Liberalen leitete .Er wird sich mit der FDP-Landtagsfraktion in Verbindung setzen, um Mittel aus dem Landeshaushalt für dieses Projekt zu erhalten.

Wolfgang Schnabel (Bad Segeberg), Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag, wird den Antrag der Volkshochschulen des Kreises im Hauptausschuss des Kreises und im Kreistag zur Sprache bringen.

Die Volkshochschulen wollen Kurse in Bad Segeberg, Bad Bramstedt, Norderstedt, Henstedt-Ulzburg, Kaltenkirchen und im Nord-Ost-Kreis anbieten.